Mantrailing – die Königsdisziplin für den Lionhound

Mantrailing, also das Suchen nach einer bestimmten Person anhand ihres Individualgeruchs, ist für viele Lionhounds die perfekte Beschäftigung. Diese Arbeit verbindet Bewegung, Naseneinsatz, Eigenständigkeit und Teamarbeit – all das, was den Lionhound ausmacht.

Beim Mantrailing lernt der Hund, eine menschliche Geruchsspur selbstständig zu verfolgen. Er arbeitet konzentriert, ruhig und zielgerichtet – ganz wie bei der Jagd, aber kontrolliert und sozial verträglich. Diese Art der Arbeit stärkt:

  • die Bindung zwischen Hund und Halter,
  • die Selbstsicherheit des Hundes,
  • und seine geistige Ausgeglichenheit.

Viele Lionhounds zeigen dabei wahre Begeisterung und entwickeln sich zu sehr zuverlässigen Trailern. Wichtig ist, die Übungen mit Geduld und positiver Verstärkung aufzubauen – Druck oder Strenge sind bei dieser sensiblen Rasse kontraproduktiv.

 

Mantrailing – die Personensuche mit Hunden

Beim Mantrailing handelt es sich um die Suche nach vermissten Personen mithilfe speziell ausgebildeter Hunde und ihrer Hundeführer. Der Begriff stammt aus dem Englischen: man bedeutet „Mensch“ und trailing „verfolgen“.

Die Nase ist der am besten entwickelte Sinn des Hundes, und genau diese Fähigkeit nutzt der Mensch, um Personen aufzuspüren. Im Gegensatz zur klassischen Fährtensuche, bei der Hunde Bodenverletzungen verfolgen, orientieren sich Mantrailer an der tatsächlichen Duftspur eines Menschen – also am individuellen Geruch, den jeder Mensch hinterlässt.

Für Außenstehende wirkt es oft ungewohnt, dass der Hund beim Mantrailing in einer eher aufrechten Haltung arbeitet und die Nase nicht ständig am Boden hat. Das liegt daran, dass die Duftmoleküle der gesuchten Person durch Wind, Temperatur oder Sonneneinstrahlung in der Luft verwehen, sich verdünnen oder an windgeschützten Stellen ansammeln können.

Da beim Mantrailing die Geruchspartikel und nicht Bodenverletzungen verfolgt werden, ist es möglich, eine Spur auch noch nach mehreren Tagen – unter günstigen Bedingungen sogar nach Wochen – aufzunehmen.

Besonders geeignet für diese Arbeit sind Schweiß- und Jagdhunde, da sie aufgrund ihrer genetischen Veranlagung über einen hervorragenden Geruchssinn verfügen. 

Grundlage jeder Suche ist der sogenannte Geruchsträger – also ein Gegenstand, der den Individualgeruch der vermissten Person trägt. Dessen Qualität ist entscheidend für den Erfolg der Suche.

Mantrailer können nicht nur im Freien, sondern auch in Gebäuden oder städtischen Gebieten eingesetzt werden. In der Rettungshundearbeit gewinnt diese Methode zunehmend an Bedeutung, da sie wertvolle Hinweise auf die Richtung der Bewegung einer vermissten Person liefert. Dadurch können Flächensuchhunde gezielter eingesetzt und große Suchgebiete effizienter priorisiert werden.

Je nach Situation oder Auftraggeber kommen entweder ausschließlich Mantrailer oder Flächensuchhunde zum Einsatz – häufig jedoch in Kombination, um die Suche nach vermissten Personen so effektiv wie möglich zu gestalten.

Mantrailing wird sowohl beruflich im Rahmen der Rettungshundearbeit als auch sportlich betrieben. Egal ob man das Mantrailing professionell oder als Hobby betreibt – man muss sich darüber im Klaren sein, wie zeitaufwendig und umfangreich die Ausbildung ist. Wer sich jedoch für diese Art der Zusammenarbeit mit seinem Hund entscheidet merkt sehr schnell, dass sich der Zusammenhalt Hund-Mensch intensiviert und man selbst seinen Hund besser kennen und auch lesen lernt.

Weitere Infos zum Thema gibt es auf der Website der ARGE Mantrailing